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Erlebnisbericht von Karsten: Rund um Köln 106km 1000hm
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Endlich mal ein Straßenrennen auf flacher Strecke hatte ich gedacht, als ich mich zur Rund um Köln Challenge anmeldete. Falsch gedacht - es ging durchs bergische Land.

Das Höhenprofil war ziemlich anspruchsvoll. Flach war es nur 4km in Leverkusen und 16km in Köln sonst nur bergauf und bergab.

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Am Start zitterte ich dann etwas vor Kälte - das sollte sich aber gleich ändern...

Ich fand es sehr schön, das die Startnummern mit dem Vornamen und dem Teamnamen versehen waren. So wusste man wenigstens mit wem man es zu tun hatte.

Ich durfte diesmal sogar mit dem ersten Startblock ins Rennen gehen. Wie ich zu dieser Ehre kam weiß ich allerdings auch nicht. Wahrscheinlich hatte ich im letzten Jahr genügend Punkte in der T-Mobile-Cyclingtour Wertung gesammelt.

So jetzt war der Startschuß gefallen - es ging natürlich wie immer mit Vollgas los. Durch die Straßen von Leverkusen wurde bereits mit einem Tempo von 50km/h geheizt. Von Kälte spürte ich jetzt nichts mehr.

Nach 5 Kilometern ging es auch schon in den ersten Berg hinein - ca.5% Steigung mit 27km/h, der HAC4 zeigte über 400 Watt Leistung und der Puls pochte mit 170 Schlägen pro Minute. Noch konnte ich mithalten.

Bei Kilometer 10,5 gab es dann die erste 10% Steigung. Der Puls stieg auf 181 Schläge pro Minute und der Leistungsmesser zeigte an dieser Stelle sagenhafte 557Watt. Die Spitzengruppe musste ich an dieser Stelle ziehen lassen. Mit einem Leidensgefährten versuchte ich an der Bergkuppe noch das Loch zuzufahren, es fehlte nur ein kleines Stück. Für das andauernde Fahren im roten Bereich mußten wir jetzt aber Tribut zollen.

Wiedereinmal hat sich gezeigt, das ein paar Kilo weniger Körpergewicht von Vorteil gewesen wären. Aber irgendwie muß es zwischen Profis und Hobbyfahrern ja noch Unterschiede geben. Obwohl ich manchmal den Eindruck habe, das die Besten in den Jedermannrennen wirklich schon auf Profiniveau fahren.

Fahrzeit:

Geschwindigkeit:

Leistung:

Herzfrequenz:

Steigung:

Höhe:

Temperatur:

Rund um Köln 2007
02:50:16h

max: 64,8km/h

max: 557W

max: 181bpm

max: 15%

max: 352m

max: 17°C



mittel: 37,5km/h

mittel: 248W

mittel: 154bpm

mittel: 3%

mittel: 160m

mittel: 12°C

Nach einigen kleinen Zwischensteigungen ging es jetzt erst mal so 50 Höhenmeter nach unten Richtung Neuenhaus und dann etwa 10km lang bergauf Richtung Wermelskirchen. Kurz vor dem höchsten Punkt der Strecke (335m) gab es mit 9% Steigung noch mal einen knackigen Anstieg.

Bis Odenthal bei Kilometer 54 konnten wir dann rollen lassen - es ging 150 Höhenmeter bergab. Über Bechen ging es dann nach Bergisch-Gladbach. Immer wieder wurden wir von den Zuschauern auf der Strecke angefeuert. Es herrschte eine tolle Volksfeststimmung.

Jetzt war nur noch der legendäre Kopfsteinpflasteranstieg zum Bensberger Schloss zu bezwingen und es ging auf das ersehnte Flachstück nach Köln.

Die Wetterprognose war für den heutigen Tag sehr gut. Es sollte strahlenden Sonnenschein geben. Mutig machte ich mich also mit dem neuen kurzen RuK Trikot auf den Weg nach Köln. Ich stellte das Auto in der Nähe vom Ziel ab und fuhr dann mit dem Fahrrad Richtung Leverkusen. Es war doch noch ziemlich frisch so am frühen Morgen.

In Köln war dann noch mal höchste Aufmerksamkeit geboten. An einigen Engstellen wurde es ziemlich gefährlich. Ich schrammte mit meinem Vorderrad an der Bordsteinkante entlang und dachte schon: "das wars". Glücklicherweise hielt mein Reifen und ich konnte mich gerade noch so abfangen.

Es wäre auch schade gewesen so kurz vor dem Ziel zu stürzen. Die Fahrt über die Deutzer Brücke zum Ziel mit so vielen Zuschauern war noch mal ein tolles Erlebnis.

Nach 02:50:16h erreichte ich wohlbehalten das Ziel. Dafür gab es den 245. Platz in der Gesamtwertung und den 118. Platz in der Altersklassenwertung - naja bei der Konkurenz und den tausenden Teilnehmern vielleicht garnicht schlecht.

Hier noch die Ergebnisse aus meinem HAC-4 :