www.einklang-hennef.de
www.team-einklang-hennef.de
Erlebnisbericht von Karsten: Tour de Corse 1000km 14600 Höhenmeter
Home
News
Wir hatte uns vorgenommen eine der schönsten Mittelmeerinseln mit dem Rennrad kennenzulernen. Ein großes Abenteuer wartete auf uns. Jana hatte es sich trotzt des anspruchsvollen Streckenprofiles nicht nehmen lassen, diesmal selbst mit dem Rennrad dabei zu sein. Die Fahrt zur Insel mit der Fähre war für sich alleine genommen schon ein schönes Erlebnis. Wir waren sehr aufgeregt als die Insel näher kam. 1000 Kilometer Entdeckungsfahrt sollten nun in wenigen Minuten beginnen.

Sponsor
Events
Tour de Corse 2006
Die erste Etappe führte uns an der Küste entlang zum Nordkap der Insel und von dort weiter über die ersten kleinen Pässe zu einem malerischen Fischerdorf.
Impressum
In Port de Centuri konnten wir uns bei einer wunderbaren Abendstimmung entspannen und der Sonne beim Eintauchen ins Mittelmeer zuschauen.
Die zweite Etappe führte uns nach Calvi - eine sehenswerte Hafenstadt mit traumhafter Umgebung.
Der Blick aus dem Hotelzimmer zeigte uns einen Pool direkt am Meer, der zum Baden einlud.

Jana und ich nutzten, nach dem Bad im Pool, den Nachmittag um die nähere Umgebung mit der Kamera zu erkunden.

Wir kletterten auf einen Felsen direkt am Meer und erfreuten uns an den Klängen der Meeresbrandung.

Wir wanderten vorbei an riesigen Kakteen in Richtung Hafen. Mit einem schönen Abendessen im Hotel ließen wir dann diesen herrlichen Tag ausklingen.

Die dritte Etappe führte uns von Calvi nach Piana. Hier waren nun schon 100km und 1500 Höhenmeter zu überwinden, ein kleiner Vorgeschmack auf die morgige Königsetappe. Jana zeigte heute eine erstaunlich gute Form und wir fuhren zusammen in einem strammen Tempo Richtung rote Felsen.
Die Straße entlang dieser imposanten roten Felsen war sehr schmal.

Ein Reisebus kam nicht an uns vorbei. Wir fuhren bei der nächstbesten Gelegenheit rechts ran und ließen den Bus vorbei. Ein Fehler wie sich gleich dannach herausstellte.

Der Reisebus tastete sich langsam und vorsichtig um die engen Serpentinen und jetzt kamen wir nicht mehr vorbei. Als dann noch Gegenverkehr auftauchte war das Chaos perfekt.

Wir hatten jetzt wenigsten genug Zeit um die schöne Aussicht von den Felsen zum Meer zu genießen.

Wir erreichten das heutige Hotel mit einer kleinen Verzögerung.

Wir sind zunächst am Hotel vorbei gefahren und hatten uns so ein paar zusätzliche Höhenmeter eingehandelt.

Vom Hotelzimmer aus bot sich ein fantastischer Panoramablick auf die Berge, die wir dann am nächsten Tag zu bezwingen hatten.

Die vierte Etappe: Die Königsetappe stand auf dem Programm. Der Tag begann zunächst mit einem Frühstück auf der Terasse des Hotels:

Der Blick aufs Höhenprofil ließ erkennen, das es nun ernst wurde. Von Piana nach Ghisoni waren 137km und
3026 Höhenmeter zu überwinden.

Col de Vergio
Höhe 1467m
(34km 1448hm)

Col d'Ominanda
Höhe 654m

Col de Bellagranajo
Höhe 723m

Col de Sorba
Höhe 1311m
(13km 850hm)

Auf dem Weg zum höchsten und längsten Pass dieser Tour fuhren wir an mehreren eindrucksvollen Felsformationen vorbei.
Wir begegneten Fahrern, die mit Oldtimern die Schönheit der Insel kennenlernten wollten:
Das schöne Wetter erlaubte immer wieder eine herrliche Fernsicht auf abwechslungsreiche Landschaftsbilder.
Auf der Passhöhe des Col de Vergio wurde es dann richtig frisch. Im Hintergrund war auf den Bergipfeln sogar noch etwas Schnee zu erkennen.
Auf dem Weg zum schwersten und steilsten Berg der Tour zum Col de Sorba, gab es in der Ferne immer wieder gigantische schneebedeckte Berge zu bestaunen.

Irgend ein Witzbold hatte vor uns auf dem Col de Sorba Schild eine zusätzliche 1 hinten angemalt. Er hatte sich wahrscheinlich so gequält wie wir - gefühlte Höhe 13111m.

Die fünfte Etappe von Ghisoni nach Ajaccio war mit 140 Kilometern und 2230 Höhenmetern auch nicht von schlechten Eltern. Diese Etappe war es aber wirklich Wert etwas Anstrengung aufzubringen. Die vielfältige Natur der Insel zeigte sich heute von der besten Seite:
Kleine Gebirgsbäche gab es ebenso zu sehen wie große Stauseen.

Auch die Pflanzenwelt war von unbeschreiblicher Schönheit:
Als wir in Ajaccio angekommen waren, sahen wir schon wieder, wie schön der Frühling die Pflanzen in voller Pracht erblühen ließ:

Im Hafen von Ajaccio waren natürlich nicht nur schöne Blumen und Schiffe zu bestaunen...
Die sechste Etappe von Ajaccio nach Bonifacio war wiederum ein Naturerlebnis pur.

Zusammen mit Hanns fuhr ich durch einen Wald mit riesigen Eukalyptusbäumen.

Auf dem ersten Pass der heutigen Etappe stellten wir dann fest, das Jana irgendwie verschwunden war.

Ich machte mir große Sorgen. Hanns tröstete mich und sagte: "sie wird wahrscheinlich eine etwas andere Strecke gefahren sein, die aber ebenso zum Ziel führt".

Hanns ist mein Vorbild. Er fährt in einem Alter von 70 Jahren nicht nur solche Erlebnistouren wie diese mit.

Er fährt manchmal auch an einem einzigen Tag eine Strecke von 540 Kilometern z.B. von Trondheim nach Oslo.

Ich habe allergrößten Respekt vor diesen Mann.

Das Bild zeigt Hanns vor einer dieser traumhaften Mittelmeerlandschaften.


Jana hatte wohl großen Hunger gehabt - sie war versehentlich eine Abkürzung gefahren und somit als erste an unserer Mittagsstelle angekommen. Die Freude war groß sie endlich wiederzusehen.


An dieser Stelle Vielen Dank an Andrew (oben links im Bild), der uns auf dieser Tour mt Essen und Material versorgte und mit seinem Unternehmen
Velotravel diese und viele andere tolle Touren anbietet.

Bonifacio, das Ziel unserer heutigen Etappe, ist wohl die schönste historische Hafenstadt der Insel.

Das ist der schöne Ausblick von der historischen Altstadt auf den Hafen von Bonifacio:

In der Altstadt konnten wir uns dann in einem von den vielen Restaurants so richtig satt essen.

Die siebente Etappe von Bonifacio nach Aleria gehörte mit 140km und 2025 Höhnmetern zu den mittelschweren Etappen. Heute war der Col de Illerata mit 991m Höhe und der Col de Bavella mit immerhin 1218m Höhe zu erklimmen. Auf ca. 1000 Metern Höhe befand sich ein interessanter Gebirgssee. Wir konnten den Anblick im Moment aber nicht richtig genießen, da es furchtbar kalt war.

Vor einem etwas tiefer gelegenen Kaffeerestaurant genossen wir dann die wärmende Sonne in vollen Zügen. Dort war es so gemütlich, das wir noch stundenlang hätten sitzenbleiben können.

Jetzt wird es aber mal Zeit meinem Fahrrad ein Lob auszusprechen. Es hat mich jetzt schon über 800 Kilometer über die Insel getragen und muss an dieser Stelle einfach mal gewürdigt werden: Danke !

In Aleria hatten wir heute noch genügend Zeit für einen ausgedehnten Strandspaziergang - Baden inklusive...

Die achte Etappe und damit die letzte Etappe dieser Tour stand auf dem Programm. Von Aleria nach Bastia waren es jetzt nur noch 137km und 1900 Höhenmeter.

Es ging noch mal in die Berge.

Immer wieder ging von der Natur eine unglaubliche Faszination aus.

Die höchsten und noch schneebedeckten Gipfel der Insel ragten 2800m hoch in den Himmel.

Aus Andrews Begleitfahrzeug klang der Titel "My Way" von Frank Sinatra.

Die Musik stimmte uns etwas traurig, war doch dieser unbeschreiblich schöne Weg um die Insel fast zu Ende.

Bis Bastia waren es nur noch wenige Kilometer, jeder dieser Kilometer war wie ein Geschenk.

In Bastia wurden wir dann traditionell mit Sekt empfangen.

Wir waren unheimlich stolz darauf, daß wir diese 1000km Strecke einzig und allein mit dem Fahrrad zurück gelegt hatten.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Korsika.

Mit der Fähre ging es bei strahlendem Sonnenschein dann schweren Herzens wieder Richtung Heimat.

Goodbye Korsika !
Zurück zur Startseite