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Erlebnisbericht von Karsten: Gerolsteiner Radmarathon 209km 3050hm
Traditionell findet der Gerolsteiner Radmarathon natürlich ein weiteres mal bei Regenwetter statt. Walter hatte sich diesmal morgens beim Frühstück entschieden, nicht noch einmal bei diesem Sauwetter zu fahren. Irgendwie konnte ich das auch verstehen. Nun frage ich mich allerdings auch, ob ich mir das wirklich gut überlegt habe, an den Start zu gehen.
Jana musste diesmal am Ziel etwas länger auf mich warten. Sie hatte sich schon Sorgen gemacht.
Das Foto links hat Jana etwa 10 Minuten nach der Zielankunft auf dem Zimmer geknipst.
Das oben auf dem Kopf ist nicht etwa meine neue Frisur, sondern der Dreck von der Straße, der durch den Helm ein interessantes Muster hinterließ.
Nach dem ausgiebigen Bad im Anschluss bin ich kaum noch aus der Wanne gekommen. Aber dennoch: Ich würde immer wieder einen Radmarathon fahren - notfalls auch wieder im Regen.
Die wichtigste Erkenntnis des heutigen Tages: Bereite dich immer gut auf so eine Veranstaltung vor. So einen Marathon sitzt man nicht auf einer A....backe ab.
Fahrzeit:
Geschwindigkeit:
Leistung:
Herzfrequenz:
Steigung:
Höhe:
Temperatur:
Gerolsteiner Marathon 2009
07:27:32h
max: 68,0km/h
max: 520W
max: 184bpm
max: 19%
max: 605m
max: 22°C
mittel: 28,0km/h
mittel: 194W
mittel: 152bpm
mittel: 4%
mittel: 491m
mittel: 14°C min: 10°C
Hier die Daten aus meinem HAC4 - Fahradcomputer:
Diesmal waren die Vorraussetzungen denkbar schlecht. Vor dem Marathon bin ich wegen einer Dienstreise nicht mehr dazu gekommen anständig zu trainieren. Ich hatte seit 10 Tagen keinen einzigen Trainingskilometer mehr zurückgelegt. Was sollte das nur werden...
Weil ich aber schön ausgeruht war, ging es die ersten Kilometer natürlich mit Volldampf los. Ein fataler Fehler wie sich nach 80 Kilometern Fahrt herausstellte. Es kam der erste große Leistungseinbruch. Kleine Gruppen, die ich zuerst weit hinter mich gelassen hatte, überholten mich jetzt wieder und das schlimmste war, ich konnte nicht mal mehr im Windschatten mithalten. Ich versuchte jetzt mit meinem eigenem Tempo nur noch auf "Durchhalten" zu fahren. Bis zum Kilometer 180 gelang mir das auch ganz gut - dann kam aber der zweite Einbruch. Es war wirklich ein harter Kammpf gegen den inneren Schweinehund. Ich schaffte es trotzdem irgendwie bis zum Ziel weiterzufahren.

Ich weiß auch nicht so recht, was mich immer wieder zu solchen Aktionen treibt. Wahrscheinlich ist es das überwältigende Gefühl nach stundenlangem Kampf mit der Strecke, den Bergen und dem Wetter durchs Ziel zu fahren und zu sagen: "Ich habe es wieder mal geschafft..."