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Erlebnisbericht von Karsten: Einzelzeitfahren in Fürth 34km 200hm
Im Rahmen der Deutschlandtour 2007 wurde neben dem Zeitfahren der Radprofis auch ein Einzelzeitfahren für die Hobbyradrennfahrer veranstaltet. Gleiche Strecke und gleiche Bedingungen für die Radsportelite und die Jedermänner. Eine gute Gelegenheit sich einmal mit Radprofis wie Jens Voigt oder Erik Zabel zu messen.
Dem ganzen bunten Treiben zuzuschauen war dabei schon für sich genommen ein großartiges Erlebnis. Jana und ich konnten den Radprofis, während der Vorbereitungen auf das Einzelzeitfahren, sozusagen über die Schulter schauen.
Hier links im Bild der Favorit des heutigen Tages Jens Voigt, der immer zu irgendwelchen Späßen aufgelegt war.
Sehr stark von Fans umgeben war auch Erik Zabel, den wir beim Warmfahren fotografieren konnten:
Fahrzeit:
Geschwindigkeit:
Leistung:
Herzfrequenz:
Steigung:
Höhe:
Temperatur:
Einzelzeitfahren Fürth 2007
00:51:10h
max: 55,8km/h
max: 392W
max: 177bpm
max: 10%
max: 279m
max: 19°C
mittel: 38,81km/h
mittel: 234W
mittel: 170bpm
mittel: 3%
mittel: 247m
mittel: 18°C
Das erfreulichste war - wir hatten eine Siegerin unter uns. Birgit (links im Bild) zeigte uns allen wie man (bzw. Frau) es auf das Siegertreppchen schafft.
Mit einer Fahrzeit von 21:46min errang Birgit in Ihrer Altersklasse den Sieg - Herzlichen Glückwunsch !
Auch Nils schlug sich hervorragend und erreichte mit einer Fahrzeit von 19:03min den 3.Platz in der Altersklasse U15 - prima !
Auch sehr interessant war es die Zeitfahrmaschinen der Profiteams zu bestaunen. So konnte ich dann wenigstens das Argument anbringen: "Es liegt ja schließlich auch am Material..."
Besonders die Maschinen vom Team CSC sahen beeindruckend aus:
Kurzzeitig bewegte sich meine Tachonadel auch mal über die 50km/h Marke - allerdings auf abschüssiger Strecke. Auf gerader Strecke war ich froh, wenn der Tacho eine Geschwindigkeit von 40km/h anzeigte.






Meine Rennmaschine hatte ich notdürftig mit Lenkeraufsatz und gekrümmter Sattelstütze für etwas bessere Aerodynamik hergerichtet.
Dieses Rennrad trug ich jetzt hinauf auf die Rampe - der Start rückte näher. Es war schon ein aufregendes Gefühl einmal von der gleichen Startrampe zu fahren wie die Radprofis.
Die Zuschauerkulisse, die abgesperrte Strecke und Jana mit der Kamera sollten genug Motivation sein, diesen Wettkampf mit guter Leistung zu absolvieren.
Nun gings los. Links im Bild fahre ich gerade die Rampe herunter. Der Start erfolgte wegen der hohen Teilnehmerzahl im Abstand von 10 Sekunden.
Einige Minuten nach dem Start konnte ich sogar einige Fahrer überholen, die vor mir gestartet waren. Weil diese sogar mit professionellen Scheibenrädern fuhren, war das natürlich eine gewisse Freude.
Umso deprimierender war es, als mich dann kurze Zeit später auch einige Fahrer mit Scheibenrädern überholten.


Irgendwie wollte es heute nicht so richtig laufen. Ich schaffte es nicht, aus mir die maximale Leistung herauszuholen. Über die Felder blies ein unangenehmer Gegenwind und verhinderte den Aufbau einer hohen Geschwindigkeit. Als dann unterwegs sogar noch einige Steigungen mit bis zu 10% zu überwinden waren, bin ich ganz aus dem Rhytmus gekommen.
Ich dachte so im Stillen: 'Niemals schafft heute hier einer einen 50-ziger Schnitt, auch kein Radprofi".
Ich hatte mich übrigens geirrt.
Jens Voigt, hier links im Bild beim Start, fuhr auf diesem Kurs eine Durchnittsgeschwindigkeit von 50km/h.
Das ist der totale Wahnsinn, ich weiß beim besten Willen nicht wie so etwas zu schaffen ist.
Hier wieder die Daten aus meinem HAC-4:
2 kilometer vor dem Ziel lief es dann richtig flüssig. Der Tacho zeigte über 50km/h - ein tolles Gefühl.
Ich will allerdings nicht verschweigen, das es leicht bergab ging.
Mit einer Zeit von 00:51:10h konnte ich den 167. Platz in der Gesamtwertung und den 57.Platz in meiner Altersklasse erkämpfen. Mein Ziel unter die ersten 200 in der Gesamtwertung zu kommen hatte ich erreicht. Das Ziel eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40km/h zu fahren, hatte ich mit 38,81km/h leider verfehlt.
Ich freute mich jedenfalls trotzdem wieder im Ziel zu sein und von Jana Glückwünsche zu empfangen.
Es gab anschließend noch einige Erlebnisse:
Jana tauschte Erfahrungen mit dem prominenten Masseur Eule vom Team-Telekom aus...
knuddelte mit dem Skodabär...
und schaffte es eine Original Profifllasche mit Inhalt vom Team Cofidis zu bekommen...
Und nicht zuletzt filmte Jana mich zusammen mit dem Tourteufel:
Alles in allem ein toller und erlebnisreicher Tag. Zum Schluß hier wieder meine HAC-4 Daten: